Ziele für Mobility setzen
Geprüft und aktualisiert im Oktober 2026.
Digitale Transformation heißt, mit digitaler Technik neue Geschäftsprozesse zu schaffen oder bestehende zu ändern, wenn sich Geschäft und Markt verändern. Ohne Ziele wird daraus eine Sammlung einzelner Projekte. Zwei Unternehmen, die vor 2020 gleich gut aufgestellt wirkten, zeigen, warum der mobile Betrieb klare Ziele braucht.
Zwei Unternehmen, ein Lockdown
Die Acme Corporation (Name geändert) ist ein IT-Unternehmen mit Beschäftigten auf der ganzen Welt. Sie arbeiten überwiegend im Büro, können aber auch von unterwegs arbeiten. Alle Geschäftsprozesse sind mobil verfügbar, alle Beschäftigten haben Laptop, Smartphone und Tablet für die Arbeit. Einige Jahre zuvor war der Großteil der Dateninfrastruktur aus dem eigenen Rechenzentrum in die Cloud gewandert. Das senkte die Kosten, vereinfachte Wartung und Support, verbesserte die Leistung und machte die Dienste weltweit erreichbar.
Die ABC Company (Name geändert) ist eine Kundenservice-Tochter eines großen Elektrizitätsunternehmens. Ihre Arbeitsabläufe sind digitalisiert, aber alle arbeiten montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr im Büro, an Desktop-Rechnern und mit Festnetztelefonen für interne Gespräche.
Beide Unternehmen waren erfolgreich, und nichts deutete darauf hin, dass eines von beiden seine Hausaufgaben vernachlässigt hatte. Dann kam die COVID-19-Pandemie, und der Stand der mobilen Vorbereitung entschied darüber, wie sie damit zurechtkamen.
Acme schickte alle nach Hause. Die Beschäftigten arbeiteten ohnehin mit mobilen Geräten, also lief der Betrieb am ersten Tag normal weiter.
Bei ABC sah es anders aus. Das Büro für Besucher zu schließen, war die leichte Entscheidung. Schwierig war es, die Beschäftigten von zu Hause wieder arbeitsfähig zu machen. Die meisten mussten ihren Desktop-Rechner abholen, nach Hause tragen und dort erst einmal Platz dafür finden. Außer den Festnetztelefonen im Büro gab es kein Kommunikationssystem, also behalfen sich die Teams mit WhatsApp für Chats, Anrufe und Videokonferenzen. Dienstliche Gespräche und Dokumente landeten so in einer Verbraucher-App, die das Unternehmen weder verwaltete noch prüfen konnte. Einige interne Systeme waren weder virtualisiert noch aus dem Internet erreichbar. Der IT-Dienstleister musste deshalb eilig Fernzugriffe freischalten, auf Rechner, die kein UEM verwaltete. Die Sicherheit litt, und die schnelle Lösung verursachte ungeplante Kosten.
Warum es so unterschiedlich lief
Den Ausschlag gab der Stand der Digitalisierung. Bei Acme reichte er für die Arbeit von zu Hause mehr als aus. ABC war auf Ressourcen angewiesen, die es nur im Büro gab, und hatte seine digitale Transformation nie geplant oder mit Zielen versehen. Mit einem solchen Plan wäre der Umstieg deutlich weniger schmerzhaft gewesen.
So setzen Sie Ziele für den mobilen Betrieb
Ziele zu setzen, ist der erste Schritt. Sie zu ordnen, ist der zweite. Legen Sie primäre, sekundäre und tertiäre Ziele fest, damit die wichtigsten Teile der Transformation zuerst erledigt werden. Binden Sie sie an übergeordnete Geschäftsziele wie mehr Umsatz, Investitionen in Innovation oder weniger Fehler. So bleiben die Ziele erreichbar, und Sie haben etwas, das sich messen lässt.
Jedes Ziel braucht außerdem jemanden, der für die Gesamtfunktion verantwortlich ist. Das knüpft an Schritt vier der Serie an, Verantwortung klar zuordnen, und daran, dass diese Verantwortlichen mit ihren Stakeholdern in Kontakt bleiben.
Steht das Ziel früh fest, investiert das Unternehmen in Technik und ermutigt die Beschäftigten, sie zu nutzen, dann lassen sich Stolpersteine ruhig und sicher aus dem Weg räumen. Klare Jahresziele für den mobilen Betrieb sparen Geld, Betriebskosten und Zeit, während der digitale Arbeitsplatz entsteht. Sobald die Ziele stehen, sollten Sie prüfen, ob Ihre Anbieter sie noch tragen. Das ist der nächste Schritt: Mobility-Anbieter an den eigenen Zielen messen.
Die Serie im Überblick
- Schritt 1: Stakeholder befragen, um die mobile Nutzung zu verbessern
- Schritt 2: Monitoring beherrschen
- Schritt 3: Sicherheitslösungen einfach halten
- Schritt 4: Verantwortung klar zuordnen
- Schritt 5: Ziele für Mobility setzen (dieser Beitrag)
- Schritt 6: Mobility-Anbieter an den eigenen Zielen messen
- Schritt 7: Verantwortlichkeit im digitalen Arbeitsplatz
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