Mobility-Anbieter an den eigenen Zielen messen
Geprüft und aktualisiert im Oktober 2026.
Mobility entwickelt sich schnell, und eine Infrastruktur, die vor drei Jahren gepasst hat, passt heute nicht unbedingt mehr. Die Vertragsverlängerung ist der richtige Zeitpunkt, um die bestehende Umgebung zu prüfen und zu klären, ob Ihr Anbieter Ihre heutigen und künftigen Anforderungen noch erfüllt.
Den Anbieter alle zwei bis drei Jahre prüfen
Nehmen Sie sich alle zwei bis drei Jahre gezielt Zeit für die Bewertung Ihres Anbieters. Messen Sie ihn an den Anforderungen und Zielen, die Sie festgelegt haben. Entscheiden Sie dann, ob Ihr UEM-Anbieter sie noch erfüllt oder ob Sie sich andere ansehen sollten.
Auch der Markt bleibt nicht stehen. Seit dieser Beitrag erschien, hat Ivanti MobileIron übernommen, und das End-User-Computing-Geschäft von VMware mit Workspace ONE firmiert heute als Omnissa. Solche Veränderungen wirken sich auf Roadmap, Lizenzierung und Support aus. Ein weiterer Grund, die Verlängerung nicht als Formsache zu behandeln.
Geld sparen
Ein Beispiel, das alle betrifft, ist die Softwarelizenzierung. Prüfen Sie vor jeder Verlängerung, welche Gerätetypen und Dienste tatsächlich im Einsatz sind. Das ist auch eine gute Gelegenheit zum Aufräumen: Oft sind überraschend viele Lizenzen noch Geräten zugewiesen, die längst nicht mehr in Betrieb sind. Wählen Sie auf dieser Grundlage das Lizenzmodell, das zu Ihren Zielen und zu Ihrem Budget passt.
Ein zweites Beispiel sind Zusatzleistungen. Die meisten UEM-Anbieter setzen heute auf Cybersecurity und bieten Mobile Threat Defense (MTD) und Zero-Trust-Funktionen an. Berücksichtigen Sie das, wenn Sie Endpoint-Schutz ergänzen wollen. Vergleichen Sie das Angebot Ihres Anbieters mit den Alternativen, und zwar nicht nur nach Funktionen, sondern auch nach Integrationsaufwand und Gesamtkosten.
Prüfen, ob die Lösung wirklich passt
Ihr UEM-Anbieter hat vielleicht, was Sie brauchen, aber nicht unbedingt in der nötigen Tiefe. Manche Anbieter sind beim Endpoint Management stärker, andere bei Mobile Defense und Schutz. Fast jeder verspricht eine Komplettlösung. Sehen Sie sich deshalb genau an, wie die Leistungen tatsächlich erbracht werden.
Lösungen ruhig kombinieren
Machen Sie es sich bei der Anbieterwahl nicht zu bequem. Viele Organisationen bleiben bei ihrem Anbieter, weil es einfach ist, obwohl eine Kombination von Lösungen mehrerer Anbieter besser zu ihnen passen würde. Wer aus Bequemlichkeit bleibt, muss später womöglich doch ein zusätzliches Produkt kaufen, um eine Anforderung abzudecken, und zahlt dann doppelt.
Ist ein Wechsel die richtige Entscheidung, planen Sie ihn als Projekt. Geräte lassen sich meist in Wellen umziehen, während alte und neue Plattform eine Zeit lang parallel laufen. Wie das geht, beschreibt UEM-Migration ohne Stillstand.
Stakeholder einbinden
Ob die Anfrage aus dem IT-Team oder von der Geschäftsleitung kommt: Ein Lösungswechsel ist eine große Entscheidung. Sie reicht weit über die IT hinaus und betrifft die gesamte Entscheidungskette. Halten Sie Ihre Stakeholder deshalb über jede Änderung auf dem Laufenden. Wer diese Verantwortung trägt, behandelt der letzte Schritt der Serie, Verantwortlichkeit im digitalen Arbeitsplatz.
Fachlichen Rat einholen
Für einen unabhängigen Blick auf den Markt und darauf, wie gut die Angebote zu Ihren Anforderungen passen, sprechen Sie mit dem Team von ISEC7. ISEC7 berät zu UEM-Plattformen von BlackBerry, Ivanti, Microsoft, Samsung, Omnissa, Jamf und Google, integriert und betreibt sie und hilft Ihnen, die passende Lösung zu finden.
Die Serie im Überblick
- Schritt 1: Stakeholder befragen, um die mobile Nutzung zu verbessern
- Schritt 2: Monitoring beherrschen
- Schritt 3: Sicherheitslösungen einfach halten
- Schritt 4: Verantwortung klar zuordnen
- Schritt 5: Ziele für Mobility setzen
- Schritt 6: Mobility-Anbieter an den eigenen Zielen messen (dieser Beitrag)
- Schritt 7: Verantwortlichkeit im digitalen Arbeitsplatz
Steht eine Verlängerung oder ein Anbieterwechsel an? Unser Team begleitet Endpoint Management herstellerübergreifend, und ISEC7 SPHERE überwacht mehrere UEM-Plattformen in einer Konsole und übernimmt UEM-Migrationen. Sprechen Sie uns an.