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Jahresrückblick 2021 und Ausblick auf 2022 | ISEC7

Geschrieben von Remi Keusseyan | 16.11.2021, 07:30:00

Hinweis der Redaktion, Oktober 2026: Dieser Rückblick erschien im November 2021 auf Englisch und gibt unsere damalige Sicht wieder. Den Ausblick auf 2022 haben wir unverändert gelassen. Eine Prognose ist inzwischen konkret geworden: Im August 2024 hat das NIST seine ersten drei finalen Standards für Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht, FIPS 203, 204 und 205. Was das für Sie bedeutet, lesen Sie in Time to Get Post-Quantum Ready (Englisch). Der vorherige Rückblick ist Jahresrückblick 2020 und Ausblick auf 2021, es folgen 2022: The Year in Review and Looking Forward to 2023 und Cybersecurity in the Enterprise Landscape: 2024 Year in Review (beide Englisch).

Nach einem Jahr wie 2020, in dem eine Pandemie die ganze Welt angehalten hat, erwarteten viele für 2021 die Rückkehr zur Normalität: Impfstoffe kommen, die Gefahr durch COVID sinkt, die Beschäftigten kehren ins Büro zurück. So einfach war es natürlich nicht.

Es geht voran, und vieles spricht dafür, dass wir uns der Normalität nähern. Angekommen sind wir aber noch nicht, und genau so wie vorher wird es vielleicht nie wieder. Wahrscheinlicher ist eine neue Normalität. Die Pandemie hat uns alle persönlich gefordert, und sie hat Unternehmen gefordert, die sich auf neue und manchmal unerwartete Situationen einstellen mussten.

2022: Diese Trends erwarten wir

Der digitale Arbeitsplatz bleibt

Vor der Pandemie hatten viele Unternehmen Remote-Arbeit gar nicht oder nur in kleinem Umfang eingeführt. Dann wurde sie für die meisten zum wichtigsten Mittel, um weiterzuarbeiten und den Betrieb am Laufen zu halten. Aus der Übergangslösung sind in vielen Unternehmen feste Abläufe und Werkzeuge geworden, vor allem dort, wo die tägliche Arbeit ohnehin am Rechner stattfindet und sich fast alles aus der Ferne erledigen lässt.

Davon profitieren Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen: mehr Bequemlichkeit, weniger Treibhausgase, mehr Flexibilität und eine bessere Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Dazu kommen kleinere Büros oder gar keine mehr und damit geringere Kosten für Miete, Heizung und Strom. Außerdem können Unternehmen Fachkräfte gewinnen, die nicht in eine bestimmte Stadt ziehen wollen.

Der Weg in die Cloud ist nicht aufzuhalten

Wenig überraschend wechseln die meisten Unternehmen, egal welcher Größe, von lokaler Infrastruktur zu Cloud-Diensten. Sie wollen die tägliche Administration vereinfachen, die Gesamtbetriebskosten (TCO) senken und ihren Nutzern Dienste auf allen Geräten einheitlich und sicher bereitstellen, wo immer sie gerade sind.

Manche Unternehmen nutzen einzelne Cloud-Dienste und behalten einen Teil ihrer lokalen Infrastruktur, also eine hybride Umgebung. Typisch ist das bei wertvollen, vertraulichen internen oder Kundendaten, die nach Datenschutzstandards und Vorschriften noch nicht in der Cloud liegen dürfen oder sollen. Der Weg in die Cloud führt inzwischen aber nur noch in eine Richtung.

Die Sicherheitslage verbessern

Mit der Cloud kommen neue Aufgaben, die Unternehmen ernst nehmen müssen, damit Produktivität und Sicherheit gleich bleiben, egal wo die Beschäftigten arbeiten: Daten schützen, Geräte absichern, Verbindungen sichern. Vom kleinen Büro über den Mittelstand bis zum internationalen Konzern überprüfen viele Unternehmen ihre Sicherheitslage und passen sie an ihr Geschäft und an die neuen Anforderungen des digitalen Arbeitsplatzes an, einschließlich der Bedrohungen durch Cyberangriffe.

Viele Unternehmen prüfen außerdem die Kosten ihrer Enterprise Mobility. Bewährt hat sich, bestehende Abonnements zu überprüfen und möglichst viele Dienste bei denselben Anbietern zu bündeln. Das senkt die Kosten, vereinfacht die Integration und verringert den täglichen Verwaltungsaufwand. Unternehmen begrenzen auch, wie viele Geräte jeder Mitarbeitende dienstlich nutzen darf, und räumen regelmäßig auf, damit ungenutzte Geräte und überflüssige Abonnements abgeschaltet werden.

In einer großen Infrastruktur klingt das nach viel Arbeit. Eine Lifecycle-Management-Lösung übernimmt diese Aufgaben aber dynamisch, indem sie die beteiligten Systeme wie UEM und TEM verbindet und so die Kosten der Enterprise Mobility senkt. Genau darum geht es in unserem Service Endpoint Lifecycle Management.

Wir empfehlen Ihnen unsere Beiträge Sicherheits-Reifegradmodell, Teil 1 und Sicherheits-Reifegradmodell, Teil 2. Sie beschreiben bewährte Schritte, mit denen Sie Ihre Sicherheitslage nach und nach verbessern, während Ihr Unternehmen wächst.

Der Blick über 2022 hinaus

Ein Virtual Private Network (VPN) ist heute eine der besten Möglichkeiten, vertrauliche Daten über ungesicherte, nicht verwaltete öffentliche Netze wie das Internet auszutauschen, geschützt vor Angriffen und Eindringlingen. Die Fortschritte beim Quantencomputing der letzten Jahre deuten allerdings darauf hin, dass diese Technik den Schutz eines Tages brechen könnte. So weit ist es noch nicht, aber viele Anbieter arbeiten bereits an Alternativen, die auch Angriffen mit Quantenrechnern standhalten sollen, etwa Verizon mit seinem Test eines quantensicheren VPN (Englisch).

Zu Beginn des Jahres 2022 arbeiten viele Beschäftigte weiter von zu Hause oder hybrid. Unternehmen werden deshalb ihren Weg zum vollständig digitalen Arbeitsplatz und zu Cloud-Diensten fortsetzen. Damit wächst die Aufgabe, Sicherheit und Datenschutz für alle Beschäftigten gleich hoch zu halten, egal wo sie arbeiten. Wie groß oder verteilt Ihre Umgebung auch ist: Entscheidend ist, Ihr Geschäft und die betrieblichen Anforderungen an Ihre Sicherheitslösung zu verstehen, um Ihre konkreten Schwachstellen anzugehen, zum Beispiel mit einem Zero-Trust-Ansatz.

Das Team von ISEC7 bewertet objektiv, was Ihre Organisation braucht und welche Maßnahmen Ihre bestehende Lösung stärken, und unterstützt die Umsetzung mit unseren Services für Endpoint Security. Für eine Beratung oder bei Fragen auf dem Weg ins Jahr 2022 sprechen Sie uns an.