Geprüft und aktualisiert im Oktober 2026.
Der Begriff „Internet of Things“ stammt aus dem Jahr 1999, im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen ist er erst ein Jahrzehnt später. Vereinfacht gesagt umfasst IoT alles, was Daten erfasst und über ein Netzwerk, meist ein drahtloses, weitergibt, damit sie an anderer Stelle verarbeitet werden.
IoT ist mehr als ein Gerät mit Internetverbindung. Dazu gehört die gesamte Datenkette: das Gerät, das Daten erfasst, das Funknetz, das sie überträgt, die Backend-Infrastruktur, die sie auswertet und verarbeitet, die Daten selbst und die App, mit der Sie das Gerät steuern oder seine Daten ansehen.
IoT gehört seit Jahren zum Alltag, oft ohne dass es jemand bemerkt.
Ein gutes Beispiel ist die Smartwatch. Für die meisten Nutzer ist sie eine Erweiterung des Smartphones. Technisch ist sie ein IoT-Gerät: Sie erfasst Daten über ihren Träger, etwa Herzfrequenz, GPS-Position und Schrittzahl, schickt sie ans Smartphone und von dort in die Cloud, wo der Nutzer sie über den Tag hinweg auswerten kann. Schon an dieser Uhr hängen eine lokale Funkverbindung zum Smartphone, eine weitere vom Smartphone ins Internet und ein Cloud-Anbieter, bei dem die Daten am Ende liegen.
Ein zweites Beispiel ist das Smart Home. Es reicht von Türsensoren und CO2-Sensoren, die bei Auslösung eine Benachrichtigung schicken, bis zu Lampen, Fernsehern oder Klimaanlagen, die Sie per App oder per Sprachbefehl über einen virtuellen Assistenten steuern.
Die Industrie nutzt IoT, um Arbeit abzunehmen. Viele Versorger setzen Smart Meter ein, die den Verbrauch selbst melden. Niemand muss mehr von Haus zu Haus gehen, um Zähler abzulesen.
Das ist nur die Spitze des Eisbergs. IoT kann wiederkehrende Aufgaben automatisieren (ein Gewächshausfenster öffnen und schließen), Einblick in eine Umgebung geben (Temperatur und Luftfeuchte in einem Gebäude), den Zustand eines entfernten Orts melden (freie Plätze auf einem Parkplatz), als Auslöser dienen (ein Notrufknopf für Alleinarbeiter) oder den Zutritt regeln (ein NFC-Leser an der Tür).
Im Kern jedes IoT-Ökosystems steht die Verbindung: Das Gerät braucht einen Weg, um seine Nutzdaten abzuliefern. Je nach Technik verbinden sich IoT-Geräte in einer von drei grundlegenden Netzarchitekturen: Punkt-zu-Punkt, Mesh oder Stern. Es gibt Dutzende Protokolle, aber nur wenige haben die kritische Masse für eine breite Nutzung erreicht, etwa Bluetooth und NFC/RFID.
Mit diesem Beitrag beginnt unsere Reihe „Technik erklärt“ zum Thema IoT. Die weiteren Teile zeigen, wie IoT-Geräte kommunizieren und wie Sie die passende Technik für einen Anwendungsfall finden:
Wie sich IoT-Sensoren überwachen und an bestehende Alarmierungs- und Ticketsysteme anbinden lassen, beschreibt unser englischsprachiger Beitrag ISEC7 SPHERE Expands Its Capabilities: IoT Device Management Made Easy. Ein frühes Beispiel ist ISEC7 SPHERE IoT für Smart Buttons.
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