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Lösung im Fokus: BlackBerry Cyber Suite

Hinweis der Redaktion, Oktober 2026: Dieser Beitrag erschien im Juli 2021 auf Englisch und beschreibt BlackBerry Cyber Suite im damaligen Angebot. BlackBerry hat diese Produkte später unter der Marke Cylance vermarktet; BlackBerry Gateway etwa kam 2022 als CylanceGATEWAY neu heraus. Im Februar 2025 hat BlackBerry den Verkauf seiner Cylance-Endpoint-Security-Sparte an Arctic Wolf abgeschlossen. Arctic Wolf bietet die Technologie heute als Aurora Endpoint Security an. BlackBerry hat das Geschäft mit sicherer Kommunikation behalten, darunter BlackBerry UEM, AtHoc und SecuSUITE. Die Produktnamen und die Modulstruktur unten sind deshalb nicht mehr aktuell. Einen Überblick über die heutigen Kategorien des Endpunktschutzes gibt Sicherheit erklärt: EPP, EDR und MTD. Die aktuellen Leistungen von ISEC7, darunter Managed Detection and Response über unseren Partner Arctic Wolf, finden Sie unter Endpoint Security.

In unserem letzten Beitrag ging es um verhaltensbasierte Sicherheit, einen neuen Ansatz, der einen Angriff stoppen soll, bevor er stattfindet. Vor wenigen Jahren hätte das noch nach Zukunftsmusik geklungen. Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Big Data liefern heute die Rechenleistung, die man dafür braucht.

Diese Woche stellen wir eine Sicherheitslösung vor, die genau diese Technologien nutzt. Sie stammt von einem der bekanntesten Anbieter für mobile Sicherheit: BlackBerry Cyber Suite.

BlackBerry Cyber Suite ist eine Suite für Unified Endpoint Security (UES), die Bedrohungen verhindert, erkennt und darauf reagiert. Sie ist nativ in BlackBerry UEM integriert und ergänzt es um eine weitere Schicht für Sicherheit und Geräteverwaltung. Mit UEM-Software anderer Hersteller funktioniert sie ebenfalls.

Die Suite besteht aus mehreren Modulen mit jeweils eigener Aufgabe. Sie arbeiten je nach Umgebung einzeln oder zusammen.

BlackBerry Protect

BlackBerry Protect erkennt und blockiert Schadsoftware, bevor sie ein Gerät erreicht.

Zum Schutz gehören automatische Malware-Abwehr, Kontrolle von Anwendungen und Skripten, Speicherschutz und die Durchsetzung von Geräterichtlinien. Malware und mögliche Bedrohungen erkennt Protect über ein mathematisches Modell. Die Systemlast bleibt gering, weil die Analyse über die cloudbasierten KI- und ML-Dienste von CylanceINFINITY läuft.

Anders als reaktive Verfahren, die auf Signaturen angewiesen sind, kann dieser Ansatz auch Bedrohungen abwehren, die vorher noch niemand gesehen hat.

BlackBerry Persona

BlackBerry Persona arbeitet mit einem Verhaltensmodell. Es beobachtet die Aktivitäten der Nutzer und erkennt Abweichungen, die auf ein Risiko hindeuten, etwa ein Zugriff auf dienstliche Ressourcen von einem unbekannten Ort zu ungewöhnlicher Zeit oder von einem unbekannten, nicht vertrauenswürdigen Gerät. In das Modell fließen unter anderem App-Nutzung, Netzwerkzugriffe und Muster beim Starten von Prozessen ein.

Wird etwas als ungewöhnlich erkannt, steigt der Risikowert, und der Dienst passt das Verhalten von Gerät und Apps an. Selbst auf einem bekannten, vertrauenswürdigen Gerät und nach erfolgreicher Anmeldung kann der Zugriff auf bestimmte Ressourcen dann gesperrt bleiben, wenn die Unternehmensrichtlinie den Standort als unsicher einstuft, zum Beispiel ein Auslandsaufenthalt oder ein Flughafen.

BlackBerry Gateway

BlackBerry Gateway bietet Zero-Trust-Netzwerkzugriff für Endgeräte mit Ende-zu-Ende-Sicherheit, sowohl auf interne Ressourcen im eigenen Rechenzentrum als auch auf öffentliche SaaS-Dienste wie Microsoft 365 oder Salesforce. Gateway analysiert das Nutzerverhalten fortlaufend. Fällt etwas aus dem Rahmen, verlangt es eine zusätzliche Authentifizierung oder sperrt den Zugriff, bis das Risiko behoben ist.

Gateway funktioniert mit öffentlichen und selbst entwickelten Apps, ohne dass diese angepasst werden müssen, und leitet nur den nötigen Datenverkehr durch das interne Netz. Das entlastet das VPN und schont den Akku, was vor allem auf Reisen zählt. Daten werden bei der Übertragung per TLS verschlüsselt. Ausführlicher stellen wir das Modul in Lösung im Fokus: BlackBerry Gateway vor.

BlackBerry Optics

BlackBerry Optics verfolgt verdächtige Vorgänge, meldet sie und reagiert darauf. Dafür sammeln Sensoren Informationen auf den Endgeräten. Optics führt diese Daten in einer cloudbasierten Analyseplattform zusammen, auf der KI nach Mustern sucht, die auf Bedrohungen und komplexe Angriffe hindeuten.

Vorbeugen ist der beste Schutz

BlackBerry verbindet mehrere Disziplinen, um den großen Sicherheitsrisiken zu begegnen, die Privatleute, Unternehmen und Behörden gleichermaßen betreffen. Angreifer haben es nicht nur auf große Organisationen abgesehen. Sie greifen jeden an, bei dem sich Geld holen lässt.

Wir haben über Angriffe auf große Infrastrukturen berichtet, die den Alltag vieler Menschen getroffen haben und nach denen Unternehmen hohe Lösegelder zahlen mussten, um Systeme oder Daten zurückzubekommen; mehr dazu in Nach dem Ransomware-Angriff: Was jetzt?. Eine gute Sicherheitslösung kostet Geld, spart aber im Ernstfall viel Zeit und Aufwand. Der eigentliche Schaden lässt sich kaum beziffern, denn am stärksten leidet der Ruf.

Nach Angaben von BlackBerry hätte die Lösung die damaligen Zero-Day-Angriffe verhindert, sogar offline, etwa in einem isolierten, segmentierten Netz. Der Gedanke dahinter: neue Bedrohungen erkennen und abwehren, statt abzuwarten und hinterher den Schaden zu begrenzen.

Keine Sicherheitslösung deckt alles ab. Auch mit gutem Endpunktschutz müssen Sie Ihre Umgebung regelmäßig auf Schwachstellen prüfen und Ihre Mitarbeitenden in sicherem Verhalten schulen.

Zum Zeitpunkt dieses Beitrags war BlackBerry Cyber Suite für Desktop-Rechner (Windows, macOS, Linux) und Mobilgeräte (iOS, Android, Chromebook) verfügbar. Einen anderen Ansatz für dasselbe Problem beschreibt Lösung im Fokus: VMware Carbon Black.

Sie möchten wissen, welcher Endpunktschutz heute zu Ihrer Umgebung passt? Unser Team für Endpoint Security hilft Ihnen beim Vergleich. Sprechen Sie uns an.